Der Herkules – Wartburg Radwanderweg. (Tag 2)

Die Entscheidung ist gefallen. Ich fahr weiter, zurück ist keine Option. Das erste Stück ist auch super. Es geht mindestens ein Kilometer bergab.

Zwischen durch erinnert mich ein Wegweiser nochmal meinen Fehler vom Vortag. Eisenach 102,2 km. An der Stadtgrenze von Kassel waren es nur 79 km. Sehr frustrierend.

An vielen Ortskernen führt die Route vorbei so auch an Witzhausen und am Rand von Unterrieden geht’s über die Werra und ich werde häufiger mit Moin begrüßt. Ich fühle mich fast wie daheim.

Da ich jetzt auch weiß, dass 50 km ein guter Tagesschnitt für mich ist und ich heute schon um 9 Uhr gestartet bin, mache ich in Bad Soden-Allendorf ein Pause kaufe mir Energieriegel (Bananen), schaue mir die Fachwerkhäuser in Allendorf an und setzt mich zum chillen an die Werra.

Kurz vor Jestädt hab ich 45 km hinter mich gebracht und nehme eine Abkürzung durchs Industriegebiet nach Eschwege. Der Weg wird zwar kürzer, aber nicht schöner. Ich nehme mir vor Abkürzung zu vermeiden. Der Ausgeschilderte Weg ist immer der schönere.

In Eschwege werde ich auch gleich mit huppen begrüßt. Der freundliche Autofahrer schreit im vorbeifahren rüber:”Nimm den Radweg!”.

Es ist Samstag die Geschäfte sind endlich wieder geöffnet und es ist was los. Dieser Ort ist mir sympahtisch: Tagesstop. In Eschwege sind alle Pensionen, die ich anrufe, ausgebucht und das erste das ich finde ist ein Gasthof in Oberdünzenbach 3 km weiter bergauf wie ich später feststelle. Ich hätte doch erst in Unterdünzenbach nach einer Unterkunft schauen sollen.

Aber bevor ich dahin fahre, fahre ich zur Badestelle am Werratalsee und leg mich in die Sonne.

{lang: 'en-GB'}